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Das Betäubungsmittelstrafrecht zählt zu dem sog. Nebenstrafrecht. Es ist größtenteils im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) geregelt. Die Strafvorschriften sind in den §§ 29 - 30a BtMG geregelt. Die Strafdrohungen sind teilweise enorm. Daher ist es wichtig, schon im Ermittlungsverfahren einen Strafverteidiger, einen Rechtsanwalt für Strafrecht, zu beauftragen.

Keine Aussage machen vor Akteneinsicht!

Insbesondere im Betäubungsmittelstrafrecht ist es wichtig, keine Aussage vor Akteneinsicht zu machen. Der Verteidiger wird in Betäubungsmittelverfahren zunächst Akteneinsicht nehmen und den Akteninhalt mit dem Mandanten besprechen. Sodann kann gemeinsam entschieden werden, ob eine Äußerung zur Sache abgegeben wird oder nicht und wenn ja, welchen Inhalt diese Einlassung haben soll. Die frühzeitige Beauftragung eines Rechtsanwalts für Strafrecht ist daher besonders beim Vorwurf des BtM-Verstoßes anzuraten.

Mengen im Betäubungsmittelstrafrecht

Von ganz entscheidender Bedeutung sind im Betäubungsmittelrecht die Menge des Wirkstoffgehalts. Die Mengenbegriffe sind im Gesetz nicht definiert. Die Rechtsprechung hat zu den verschiedenen Betäubungsmitteln eine umfangreiche Kasuistik entwickelt.

Grundsätzlich unterscheidet man die geringe Menge, die normale Menge und die nicht geringe Menge.

Während bei der geringen Menge eine Einstellung des Verfahrens durchaus in Betracht kommen kann, zieht die normale Menge in der Regel eine Geld- oder Freiheitsstrafe nach sich.

Die nicht geringe Menge zieht im Verurteilungsfall mehrjährige Haftsrafen nach sich.

Besitz und Eigenbedarf

Der Besitz von Drogen, insbesondere der Besitz zwecks Eigenbedarf, ist zwar auch strafbar, jedoch hinsichtlich der Straferwartung ganz anders zu behandeln als das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln.

Oftmals kann eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden, wenn das Gericht davon überzeugt werden kann, dass die aufgefundenen Betäubungsmittel lediglich zum Eigengebrauch bestimmt war.

Handeltreiben mit BtM

Das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln ohne erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar, die abhängig von der betroffenen Menge, im Einzelfall mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen kann.

Insbesondere, wenn der Täter als Mitglied einer Bande gehandelt hat oder beim Handeltreiben eine Waffe bei sich führte, können empfindliche Haftstrafen drohen.

Kronzeugenregelung, § 31 BtMG

Das Gericht kann die Strafe mildern oder unter bestimmten Voraussetzungen von Strafe absehen, wenn der Täter durch freiwilliges Offenbaren seines Wissens wesentlich dazu beigetragen hat, daß eine BtM-Straftat, die mit seiner Tat im Zusammenhang steht, aufgedeckt werden konnte, oder verhindert werden konnte.

Diese Regelung birgt zahlreiche Tücken in sich und ist ohne anwaltliche Beratung schwer zu handhaben. Wichtig ist, dass schnell gehandelt werden muss, da nur der Erste, der Aufklärungshilfe leistet, in den Genuss der Regelung kommt. Dennoch sollte keine vorschnelle Aussage gemacht werden!

Therapie statt Strafe, § 35 BtMG

Ist jemand wegen einer Straftat zu einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren verurteilt worden und steht fest, daß er die Tat auf Grund einer Betäubungsmittelabhängigkeit begangen hat, so kann die Vollstreckungsbehörde mit Zustimmung des Gerichts die Vollstreckung der Strafe, für längstens zwei Jahre zurückstellen, wenn der Täter sich wegen seiner Abhängigkeit in einer seiner Rehabilitation dienenden Behandlung befindet oder zusagt, sich einer solchen zu unterziehen, und deren Beginn gewährleistet ist.

Liegt eine Betäubungsmittelabhängigkeit bei Ihnen vor, die Sie zu einer Straftat verleitet hat, so könnte diese Regelung für Sie interessant sein. Sie sollten sich anwaltlich beraten lassen.

BtM-Anwalt Berlin hilf sofort

Rechtsanwalt Türker - Rechtsanwalt Betäubungsmittel Berlin - verteidigt Sie in Verfahren wegen Handeltreiben mit Betäubunsmitteln und Drogenbesitz. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.