Rufen Sie uns an

030 / 88 92 70 50

Ermittlungsverfahren Rechtsanwalt Berlin - Strafverteidiger hilft sofort

Sie haben Kenntnis davon erlangt, dass gegen Sie ein Ermittlungsverfahren geführt wird?

Im Regelfall haben Sie dann ein Schreiben der Polizei erhalten, in dem Sie zu einer Beschuldigtenvernehmung vorgeladen werden oder sich schriftlich zu einem Vorfall äußern sollen.

Auf diesem Schreiben ist lediglich stichpunktartig angegeben, was Ihnen vorgeworfen wird. Rechtsanwalt Türker, Strafverteidiger in Berlin-Moabit, beantwortet im Folgenden häufig an ihn herangetragene Fragen von Bürgern, die mit einem Ermittlungsverfahren konfrontiert werden.

Was ist ein Ermittlungsverfahren?

Das Ermittlungsverfahren ist der erste Abschnitt eines Strafverfahrens. Es ist dem Zwischen- und dem Hauptverfahren (Hauptverhandlung) vorgelagert. Im Ermittlungsverfahren werden Indizien und Beweise gesammelt, die für oder gegen die Begehung einer Straftat sprechen. Gesetzlich geregelt ist das Ermittlungsverfahren, das auch als Vorverfahren bezeichnet wird, in den §§ 160 - 177 StPO.

Wie kommt ein Ermittlungsverfahren gegen mich zustande?

Die Strafverfolgungsorgane sind verpflichtet Ermittlungen gegen eine Person oder gegen Unbekannt einzuleiten, wenn ein sog. Anfangsverdacht besteht. Ein Anfangsverdacht liegt vor, wenn zureichende Hinweise auf die Begehung einer Straftat hinweisen. Dies folgt aus dem sog. Legalitätsprinzip. Das gegen Sie ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist, lässt darauf schließen, dass Sie von einer Person angezeigt worden sind oder die Ermittlungsbehörden von Amts wegen auf tatsächliche Anhaltspunkte gestoßen sind, die auf die Begehung einer Straftat durch Sie hinweisen.

Wer führt das Ermittlungsverfahren?

Das Ermittlungsverfahren wird von der Staatsanwaltschaft geführt. Sie ist die sog. "Herrin des Vorverfahrens". Sie ist grundsätzlich verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten, wenn sie von Tatsachen Kenntnis erlangt hat, die die Annahme rechtfertigen, dass eine Straftat begangen worden ist. Dies kann auf einer Anzeige beruhen, die ein Bürger erstattet hat. Die Staatsanwaltschaft kann aber auch "von Amts wegen" Kenntnis von Tatsachen erlangt haben und tätig werden.

Sie hat dann den Sachverhalt zu erforschen; und zwar von sich aus, ohne dass die Anzeigende oder Geschädigte Person Anregungen gibt oder Anträge stellt. Die Staatsanwaltschaft hat nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände zu ermitteln und für die Erhebung der Beweise Sorge zu tragen, deren Verlust zu besorgen ist.

Wie lange dauert das Ermittlungsverfahren?

Das Gesetz gibt der Strafverfolgungsbehörde grundsätzlich keine bestimmte Zeit vor. Die Staatsanwaltschaft führt ihre Ermittlungen solange durch, bis sie zu der Auffassung gelangt, dass die Sache ausermittelt und entscheidungsreif ist.

Die Dauer des Ermittlungsverfahrens hängt in der Praxis oft vom Umfang der Angelegenheit und der Schnelligkeit der Ermittlungsbehörden ab. Von Bedeutung ist auch, ob es den Verfahrensbeteiligten, in diesem Stadium zumeist die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung, eine Absprache hinsichtlich der schnellen Erledigung des Ermittlungsverfahrens zu finden.

Wie wird das Ermittlungsverfahren beendet?

Es gibt zwei Möglichkeiten: Anklage oder Einstellung.

Kommt die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis, dass eine Verurteilung des Beschuldigten wahrscheinlicher ist, als ein Freispruch, so erhebt sie Anklage. Gelangt sie zu der Auffassung, dass ein Freispruch wahrscheinlicher ist als eine Verurteilung, so stellt sie das Ermittlungsverfahren nach § 170 Abs. 2 StPO ein.

Daneben gibt es noch die Einstellung des Verfahrens aus sog. Opportunitätsgesichtspunkten. Die in der Praxis wichtigsten Einstellungen sind die Einstellung wegen Geringfügigkeit nach § 153 StPO und die Einstellung gegen Auflagen nach § 153a StPO.

Was kommt nach dem Ermittlungsverfahren?

Das kommt ganz darauf an, wie das Ermittlungsverfahren beendet worden ist. Ist das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, so ist die Angelegenheit für Sie, spätestens mit der Erfüllung von Auflagen beendet.

Kommt es jedoch zur Anklageerhebung, so schließt sich das Zwischenverfahren an. Das Gericht prüft dann die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung.

Bin ich verpflichtet zur Beschuldigtenvernehmung bei der Polizei zu erscheinen?

Nein! Sie sind nicht verpflichtet, einer polizeilichen Vorladung zu folgen und bei der Polizei zu erscheinen. Sie sind auch nicht verpflichtet, sich schriftlich zu äußern oder der Termin abzusagen. Sie gehen einfach nicht hin. Im Idealfall suchen Sie stattdessen einen Strafverteidiger auf, der gegenüber der Polizei Ihre Verteidigung anzeigt und gegenüber der Staatsanwaltschaft Akteneinsicht beantragt.

Lediglich staatsanwaltschaftlichen und richterlichen Vorladungen müssen Sie Folge leisten. Jedoch besteht hier auch nur eine Erscheinenspflicht. Sie sind nicht verpflichtet sich zur Sache zu äußern. Zu empfehlen ist, zu diesen Termin nur in Begleitung eines Rechtsanwalts für Strafrecht zu erscheinen.

Muss ich mich schriftlich äußern?

Nein! Sie sind nicht verpflichtet sich zu dem Tatvorwurf zu äußern; weder schriftlich, noch mündlich. Ihr Schweigen kann nicht als Schuldeingeständnis gewertet werden. Von einer schriftlichen Äußerung ist auch deshalb dringend abzuraten, weil Sie dadurch eine Schriftprobe zur Akte reichen. Wer weiß, ob Ihnen das nicht irgendwann auf die Füße fällt.

Benötige ich einen Rechtsanwalt?

Meiner Auffassung nach benötigen Sie im Strafverfahren immer und ausnahmslos einen Rechtsanwalt, der im Strafrecht tätig ist, einen Strafverteidiger. Die Gefahren, dass Sie sich durch unüberlegtes Verhalten in schwierige Situationen begeben, ist riesengroß.

Ohne anwaltlichen Beistand werden Sie nicht in der Lage sein, Ihre Rechte effektiv wahrzunehmen; teilweise, weil Sie sie gar nicht kennen, teilweise, weil die Staatsanwaltschaft und das Gericht ohne Rücksicht auf Ihre Rechte verfahren werden, um "kurzen Prozess" zu machen. Es ist daher immer die Beauftragung eines Strafverteidigers zu empfehlen.

Was kann ein Rechtsanwalt im Ermittlungsverfahren für mich tun?

Jeder Rechtsanwalt hat seinen eigenen Verteidigungsstil. Viele Kollegen lassen die vielfältigen Einflussmöglichkeiten im Ermittlungsverfahren leider ungenutzt.

Rechtsanwalt Türker nimmt fast ausnahmslos in allen Verfahren im Ermittlungsverfahren Kontakt zum zuständigen Staatsanwalt auf. In diesem persönlichen oder telefonischen Gespräch versucht er herauszufinden, wie der Staatsanwalt die Sache beurteilt.

Innerhalb dieses Gespräches wird versucht, eine Absprache hinsichtlich der Einstellung des Ermittlungsverfahrens zu treffen. Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ist nahezu immer das günstigste Ergebnis für den Mandanten. Durch eine Einstellung wird ein kostspieliges und belastendes Hauptverfahren mit einer stigmatisierenden Hauptverhandlung vermieden.

Ohne anwaltlichen Beistand im Ermittlungsverfahren werden Sie nicht die Möglichkeit haben, mit dem Staatsanwalt ins Gespräch zu kommen und auf eine positive abschließende Entscheidung der Staatsanwaltschaft Einfluss zu nehmen.

Was kostet ein Rechtsanwalt im Ermittlungsverfahren?

Das kommt ganz darauf an. Einige Ermittlungsverfahren sind sehr umfangreich. Die Akten besteht meist aus mehreren hundert, wenn nicht sogar tausend Seiten. Andere Ermittlungsverfahren wiederum bestehen aus dünnen Akten, die zumeist nicht sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Die Vergütung des Rechtsanwalts sollte sich im Idealfall nach dem Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts richten. Spätestens nach Akteneinsicht kann Rechtsanwalt Türker relativ gut einschätzen, wie viel Zeit er ungefähr für seine Tätigkeit im Ermittlungsverfahren aufwenden werden wird. Auf dieser Grundlage bietet er seinen Mandanten die Vereinbarung eines Pauschalhonorars an.

So gibt es keine bösen Überraschungen am Ende des Mandats. Sie wissen bei Auftragserteilung, was Sie die Tätigkeit von Rechtsanwalt Türker im Ermittlungsverfahren maximal kosten wird.