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Vergewaltigung und sexuelle Nötigung

Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung?

Wenn gegen Sie wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt wird, sollten Sie unbedingt eine Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Da im Falle eine Verurteilung zu einer empfindlichen Freiheitsstrafe droht, haben Sie Anspruch auf einen Strafverteidiger.

Besonders schwere sexuelle Nötigung (Vergewaltigung, § 177 StGB)

Die Vergewaltigung ist juristisch ein besonders schwerer Fall der sexuellen Nötigung. Bei der sexuellen Nötigung handelt es sich mithin um einen Grundtatbestand.

Im Gesetz heißt es:

"Wer eine andere Person mit Gewalt, durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist, nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft."

Die sexuelle Nötigung ist damit ein Verbrechen. Ihnen muss zwingend ein Pflichtverteidiger beigeordnet werden. Machen Sie unbedingt von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und benennen Sie einen Rechtsanwalt für Strafrecht, der bereit ist Ihre Verteidigung zu übernehmen.

Im Gesetz heißt es sodann weiter:

"In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung)".

Der Staat trägt die volle Beweislast, nicht Sie!

Sie müssen sich als Beschuldigter im Strafverfahren darüber im Klaren sein, dass Sie nichts beweisen müssen! Der Staat ist es, der Ihnen den Prozess macht. Daher obliegt ihm die volle Beweislast.

Es ist verständlich, dass Sie sich gegen den Vorwurf zur Wehr setzen wollen. Jedoch sollten Sie Schnellschüsse vermeiden und sich zunächst mit Ihrem Anwalt für Strafrecht besprechen.

Glaubhaftigkeitsgutachten

In Strafverfahren wegen Sexualdelikten steht oft nur als Beweismittel das mutmaßliche Tatofper zur Verfügung. Daher sind an die Aussage dieses Zeugen hohe Anforderungen zu stellen.

Liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der Zeuge nicht aussagetüchtig ist oder andere Gründe vor, kommt die Einholung eines Glaubhaftigkeitsgutachtens in Betracht. Die Einholung dieses Gutachtens muss ggf. von Ihrem Strafverteidiger beantragt werden.

Hohe Strafdrohung

Die sexuelle Nötigung sieht Freiheitsstrafe von einem bis zu 15 Jahren vor. Die Vergewaltigung eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren bis zu 15 Jahren.

Wenn der Täter bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet oder das Opfer bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt, sieht das Gesetz Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren vor.

Verursacht der Täter durch die sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung wenigstens leichtfertig den Tod des Opfers, so sieht das Gesetz lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe zwischen 10 und 15 Jahren vor.

Machen Sie unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch!

Sie sollten, wenn gegen Sie ein Strafverfahren wegen Vergewaltigung geführt wird, auf jeden Fall von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Eine Aussage kommt allenfalls nach Akteneinsicht und Besprechung mit einem Rechtsanwalt für Strafrecht in Betracht.

Eine Freispruchverteidigung ist mit einer Äußerung zur Sache nur schwer zu führen.

 

Rechtsanwalt Türker - Rechtsanwalt Strafrecht Berlin - übernimmt Ihre Verteidigung bei Vorwurf der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung in Berlin und bundesweit. Rufen Sie einfache unter 030 / 68320817 an oder schicken Sie eine E-Mail an info@kanzlei-tuerker.de.